Dienstag, 1. April 2014

Am Ende sticht die Biene



Das erste Spiel dieser Dreierserie hatten die Meller im heimischen Haferdome gewonnen, das zweite (auch zuhause) aufgrund eines wetterbedingten Spielabbruchs knapp verloren. So stand es im direkten Vergleich also 1:1 und dieses dritte Spiel könnte für einen direkten Vergleich noch von Bedeutung sein im Kampf um Platz 3 in der Kreisliga Süd.

Allerdings konnte die zweite Mannschaft des SC Melle 03 wieder nur fünf Spieler zuzüglich Spielertrainer für dieses Auswärtsspiel beim SV Hellern aufbringen. Die Hausherren hatten dagegen 11 Spieler auf dem Anschreibebogen eingetragen, von denen am Ende immerhin auch neuen eingesetzt wurden. Insofern war klar, dass die Gäste mit ihren Kräften würden haushalten müssen.

So begann dann auch das erste Viertel. Nachdem der Spielstand bis zum 7:6 nach vier Minuten noch relativ ausgeglichen war, konnte sich Hellern mit einem 10:2 Lauf bis zur achten Minute zum ersten Mal deutlich absetzen (17:8) und diesen Vorsprung bis zum Ende des ersten Viertel sogar noch etwas ausbauen (23:13). Das war eine klare Sache, aber noch waren drei weitere Viertel zu spielen.

Im zweiten Viertel konnten die Meller den Rückstand schnell wieder verkürzen (23:20 nach 14 Minuten) und das Spiel in der 18. Minute sogar wieder ausgleichen (29:29). Doch dann gelang den Gästen aus dem Grönegau kein weiterer Korb, während die Hausherren einen weiteren klaren Lauf einlegen konnten und 11 Punkte in Serie erzielten. So gewann Hellern auch das zweite Viertel - allerdings nur knapp mit 17:16 zum Halbzeitstand von 40:29. Das waren jetzt zwar schon 11 Punkte Rückstand, aber die klare Überlegenheit von Hellern wie im ersten Viertel war nun nicht mehr zu erkennen.

Würden die Meller das Spiel am Ende noch mal drehen können? Bis zur 23. Minute sah es im dritten Viertel nicht danach aus. Bis dahin konnten die Hausherren ihren Vorsprung noch etwas vergrößern (46:34), aber dann bliesen die Gäste zur Aufholjagd. Nach sechs Punkten in Folge waren sie in der 24. Minute bis auf sechs Punkte herangekommen (46:40) und in der 28. Minute konnten sie wiederum den Ausgleich erzielen (51:51). War das die Wende? Leider noch nicht, denn nun hatten die Hausherren wieder so einen - aus Meller Sicht - ärgerlichen Lauf. 10:2 Punkte in den letzten beiden Spielminuten des dritten Viertels brachten wieder einen 8 Punkte Vorsprung für den SV Hellern. Das war sehr ärgerlich für den SC Melle 03, aber immerhin ging dieses Viertel mit 21:24 an sie.

Der Schlussabschnitt sollte dann allerdings gleich zu beginn ein echtes Kuriosum auf dem Anschreibeblock zeigen. Die nächsten 13 Korberfolge wurden alle von den beiden Spielern mit der Trikotnummer 13 erzielt. Glücklicherweise waren dies jedoch 19 Punkte für den Meller Spieler Bernd Regel und nur 5 Punkte für den SV Hellern. Mit diesen 19 seiner insgesamt 38 Punkte in dieser Partie zeigte Bernd Regel damit eindrucksvoll, warum er Topscorer der Kreisliga Süd ist und drehte das Spiel fast schon im Alleingang. Es stimmte also doch, das berühmte Sprichwort "Am Ende sticht die Biene". Die letzten drei Körbe erzielten dann die beiden Spieler mit der Trikotnummer 15, wobei auch dieser Vergleich von Melle noch mit 4:2 gewonnen wurde, nachdem Frank Wüstenfeld einen (seiner insgesamt drei) Dreier in dieser Phase einnetzte und auch noch einen Freiwurf verwandeln konnte.

Der Schlussabschnitt ging also mit 7:23 klar an den SC Melle 03. Mit diesem 68:76 Sieg sicherte sich die zweite Mannschaft der Meller endgültig den dritten Platz in der Kreisliga Süd. Und im "Kampf" um den Titel der Mannschaft mit den wenigsten Fouls sind sie ebenfalls nur noch sehr theoretisch vom ersten Platz zu verdrängen. Den Titel für den Topscorer hat Bernd Regel schon sicher. Mit 338 Korbpunkten hat er schon jetzt 50 Punkte mehr erzielt als der zweitplatzierte Reinhard Lefken vom SC Glandorf. Vor dem drittplatzierten Bernhard Feldhaus vom Aufsteiger TC Bad Rothenfelde hat er sogar beeindruckende 139 Punkte Vorsprung. So sollte das letzte Saisonspiel (Nachholspiel bei RW Sutthausen) reine Formsache sein und für einen schönen Saisonabschluss auch noch gewonnen werden.

SV Hellern - SC Melle 03 II    68:76
23:13 / 17:16 / 21:24 / 7:23

Punkteverteilung:
Regel 38 (6 Dreier), Wüstenfeld 18 (3), Jaklin 12, Erdmann 4, Krämer 2, Steinmann 2

Sonntag, 23. März 2014

Souveräner Sieg im Haferdome

Gerade sechs Tage war es erst her, dass sich beide Mannschaften beim Nachholspiel in Glandorf getroffen hatten. Das Spiel am letzten Sonntag hatten die Meller recht deutlich gewonnen und so waren sie sehr optimistisch, auch diese Begegnung für sich entscheiden zu können. Allerdings konnten sie neben fünf Spielern und Spielertrainer nur noch zwei verletzte Stammspieler als Zuschauer aufbieten. War das genug gegen die "Bigman" aus Glandorf? Immerhin haben die Gäste mit Reinhard Lefken auch noch den zweitbesten Scorer der Kreisliga Süd in ihren Reihen (19,7 Punkte im Schnitt). Den besten Scorer stellt allerdings der SC Melle 03 mit Bernd Regel (23,1 Punkte im Schnitt), so überwog trotz allem der Optimismus an diesem Abend.
 
Und so ging es dann auch gleich los. Die 2:0 Führung der Meller konnten die Gäste aus Glandorf noch einmal ausgleichen. Dieser Ausgleich sollte allerdings auch schon der vorletzte sein; der letzte Ausgleich gelang ihnen in der fünften Spielminute mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf zum 9:9 Zwischenstand. Bis zum 13:11 (7. Spielminute) konnten die Glandorfer noch einigermaßen mithalten, doch dann verschafften sich die Gastgeber mit einem 9:0 Lauf einen komfortablen Vorsprung zum Ende des ersten Viertels (22:11).

Ganz so einfach wollten sich die Gäste nun doch nicht abfertigen lassen und so stellten sie mit Beginn des zweiten Viertels ihre Verteidigung auf Manndeckung um. In Anbetracht der Tatsache, dass auch die Glandorfer nur mit sieben Spielern angetreten waren, konnte man diese Entscheidung nur als ausgesprochen mutig bezeichnen, was sich im weiteren Spielverlauf noch bewahrheiten sollte. Nachdem sie Meller den Vorsprung zunächst noch etwas weiter ausbauen konnten (29:15 in der 12. Spielminute) gelang dann den Gästen dank druckvoller (und foulintensiver) Verteidigung ein 0:10 Lauf, der sie wieder bis auf 29:25 heran brachte. Und bis zur 19. Spielminute kamen sie sogar noch einmal bis auf einen Punkt an die Meller heran (32:31), doch dann rächten sich die vielen Fouls in diesem Spielabschnitt. Die Hausherren gingen ein ums andere Mal an die Freiwurflinie und konnten einige schöne Schnellangriffe erfolgreich abschließen und mit einem 8:0 Lauf den alten Abstand fast wieder herstellen - zur Halbzeitpause stand es 40:31. Dieses Viertel hatten die Meller zwar knapp verloren (18:20), aber sie verfügten immer noch um einen recht deutlichen Vorsprung von 9 Punkten.

Nach der Halbzeitpause gehörten die ersten beiden Punkte per erfolgreicher Freiwürfe erst einmal den Gästen, doch dann gelang ihnen so gut wie gar nichts mehr. Ein satter 15:0 Lauf für die Meller war die Folge und der Drops war gelutscht (55:33 in der 28. Spielminute). Dieser 22 Punkte Rückstand blieb auch bis zum Ende des dritten Viertels praktisch unverändert (57:37), dieser Abschnitt wurde also vom Team des SC Melle 03 sehr deutlich mit 17:6 gewonnen.

Im letzten Spielabschnitt tat sich dann zumindest "abstandstechnisch" nicht mehr viel. Die Gäste konnten den Rückstand noch einmal auf 16 Punkte verkürzen (64:48 in der 35. Spielminute), doch dichter kamen sie nicht mehr heran. Geschuldet war dies sicherlich auch ihrer hohen Foulbelastung. So hatten sie im letzten Spielabschnitt lange Zeit immerhin vier Spieler mit vier Fouls, von denen am Ende allerdings nur einer vorzeitig auf der Bank Platz nehmen musste. So ging das vierte Viertel mit 21:21 unentschieden aus und am Ende war ein deutlicher 78:58 Sieg für den SC Melle 03 auf dem Spielberichtsbogen zu vermerken.

Das einzige, was die Gäste aus Glandorf auch in diesem Spiel wieder "für sich entscheiden" konnte war die Foulstatistik (23 Fouls von Glandorfer Spielern stand 14 der Meller entgegen). So können die Meller außer dem schönen dritten Platz in der Kreisliga Süd aller Voraussicht nach auch den Titel für das Team mit den wenigsten Fouls für sich verbuchen.

SC Melle 03 II - SC Glandorf   78:58
22:11 / 18:20 / 17:6 / 21:21

Punkteverteilung:
Regel 27 (1 Dreier), Erdmann 17 (1), Drews 13, Jaklin 13, Schleef 8, Steinmann

Sonntag, 16. März 2014

Dank verdientem Auswärtssieg wieder auf Platz 3


Sonntagvormittag um 11:30 Uhr auswärts? Nicht die optimale Zeit für ein Basketballspiel. Und noch ein Verletzter mehr im Kader des SC Melle 03. So machten sich wieder nur sechs Spieler plus Spielertrainer auf nach Glandorf, um die unglückliche Niederlage aus dem Hinspiel wett zu machen.

Nachdem die Heimmannschaft sich zunächst mit 5:2 in Führung bringen konnte, drehten die Meller das Spiel schon bis zur Mitte des ersten Viertels und lagen bald mit 5:9 in Führung. Bis zum Ende des Viertels konnten die Hausherren den Rückstand zum 11:13 allerdings noch etwas verkürzen. Ähnlich verlief zunächst auch das zweite Viertel. Zwar konnten sich die Gäste kontinuierlich etwas absetzen (15:19 in der 12. Minute, 24:29 in der 16. Minute), doch die Hausherren hielten in ihrer gewohnt rustikalen Art dagegen. Dies konnten sie zwar nur auf Kosten zahlreicher Fouls (im zweiten Viertel begingen sie allein acht Fouls, nur ein weniger als die Spieler vom SC Melle 03 im ganzen Spiel) tun, so aber immerhin den Rückstand zwischenzeitlich bis auf einen Punkt verkürzen (29:30 in der 18. Minute). Mit vier Freiwurfpunkten stellten die Gäste dann den Pausenstand von 29:34 her. Ein erster kleiner Vorsprung, der bedeutete, dass auch das zweite Viertel mit 18:21 nach Melle ging.

Auch das dritte Viertel begann recht ausgeglichen und brachte das Team vom SC Glandorf wieder bis auf zwei Punkte heran (36:38) bis die Meller sich über 36:42 zum Ende des dritte Abschnitts mit 44:50 noch etwas mehr in Führung bringen konnten. Auch dieser Spielabschnitt wurde also - wenn auch nur knapp - mit 15:16 gewonnen. Im letzten Viertel wurde das Spiel der Meller immer konsequenter, während das der Hausherren weiterhin rustikal zu nennen war. So brachten sich die Gäste beim Zwischenstand von 48:59 in der 36. Minute zum ersten Mal mit über 10 Punkten in Führung. Dies konnten die Hausherren bis zum Stand von 57:63 in der 39. Minute zwar noch auf sechs Punkte verkürzen, doch das sollten auch ihre letzten Punkte gewesen sein. Ihre abschließenden Versuche, das Spiel mit Fouls noch zu drehen, brachte nichts ein. Im Gegenteil, die Meller konnten alle Freiwürfe verwandeln und ein abschließender Dreier des Topscorers der Liga (und dieses Spiels) Bernd Regel machte den verdient hohen Sieg perfekt. Durch das abschließend mit 13:22 klar gewonnene letzte Viertel ging das Spiel mit 57:72 an den SC Melle 03.

Verdient liegt die zweite Herrenmannschaft nun wieder auf dem dritten Tabellenplatz, den sie am kommenden Wochenende beim letzten Heimspiel dieser Saison (22.03.14, 20:00 Uhr in der Halle in der Haferstraße) gegen den gleichen Gegner verteidigen will.

SC Glandorf - SC Melle 03 II  57:72
11:13 / 18:21 / 15:16 / 13:22

Punkteverteilung:
Regel 29 (4 Dreier), Kley 14, Drews 13, Erdmann 10 (1), Jaklin 4, Krämer 2, Steinmann

Samstag, 1. März 2014

Spielabbruch im Haferdome



Hat es so etwas im Basketball schon mal gegeben? Wahrscheinlich schon, aber ungewöhnlich ist ein Spielabbruch wegen Regen in dieser Sportart schon. An diesem Samstagnachmittag gab es so etwas - zum Leidwesen vor allem der Meller Mannschaft - im dritten Viertel des Spieles der zweiten Herrenmannschaft des SC Melle 03 gegen den SV Hellern.

Der Beginn dieses Spieles war aus Meller Sicht am ehesten als ruhig zu bezeichnen. Da das Team wieder nur sechs Spieler plus Spielertrainer aufbieten konnte, war von vorneherein klar, dass man mit den Kräften haushalten musste. So nahmen die Hausherren durchaus bewusst in Kauf, gegen die sehr rustikal auftretenden Gäste aus Hellern zunächst in Rückstand zu geraten. Erst beim Spielstand von 12:23 eine Minute vor Schluss des ersten Viertels drehten die Meller etwas auf und konnten den Rückstand zum Ende des ersten Viertels noch auf 17:23 verkürzen.

Recht ausgeglichen verlief auch das zweite Viertel, in dem sich die Gäste zwar auf bis zu 13 Punkte Vorsprung absetzen konnten (21 : 34 nach 13 Minuten), doch auch in diesem Viertel drehten die Meller zum Ende des Abschnitts noch einmal deutlich auf, um den Rückstand zur Halbzeitpause auf fünf Punkte zu verkürzen (38:43).

Im dritten Viertel gab es dann ein ähnliches Bild. Zunächst konnte sich das Team vom SV Hellern wieder etwas deutlicher absetzten (47:58 nach 26 Minuten). Die Meller hatten aber bis zu diesem Zeitpunkt sowohl mit ihren Kräften als auch mit ihren persönlichen Fouls gut gehaushaltet, während bei den Gästen schon einige Spieler in eine gewisse Foulproblematik kamen. Oft konnten sie die Meller Spieler bei ihrem Zug zum Korb nur mit rüden Mitteln stoppen (zum Zeitpunkt des Spielabbruchs hatten die Gäste dann 16 Fouls eingesammelt, während es beim Team des SC Melle 03 nur sieben Fouls waren). Entsprechend waren die Hausherren guten Mutes, das Spiel am Ende doch noch zu gewinnen, zumal die Aufholjagd in diesem Viertel schon nach sechs Minuten begann. Die Meller konnten nun den Rückstand von 47:58 auf 54:58 deutlich verkürzen, zumal man zu diesem Zeitpunkt auch noch in Ballbesitz war.

Mittlerweile hatte es draußen allerdings zu regnen angefangen und einige Tropfen fanden einen Weg durch ein Oberlicht der Halle und tropften auf die Grundlinie des Spielfeldes. Den Schiedsrichtern blieb am Ende nichts anderes übrig als das Spiel abzubrechen. Das war vor allem sehr schade für die Hausherren, denn sie hatten aufgrund der Spielsituation eine sehr gute Chance, das Spiel am Ende zu gewinnen. Aber es gibt in dieser Saison ja noch ein weiteres Spiel in Hellern, bei dem die Meller die Chance haben, die Kräfteverhältnisse wieder zurecht zu rücken.


SC Melle 03 II - SV Hellern 54:58
17:23 / 21:20 / 16:15 / 0:0

Punkteverteilung:
Regel 19 (2 Dreier), Jaklin 18, Drews 10, Baar 6 (2),  Krämer 1, Drescher, Steinmann

Sonntag, 16. Februar 2014

Achtbar geschlagen beim Aufstiegskandidaten


An diesem Sonntagmittag war das Wetter schon fast zu schön, um in der Halle Basketball zu spielen. Und so machten sich auch nur fünf wackere Spieler der zweiten Herrenmannschaft des SC Melle 03 und Spielertrainer Detlef Steinmann auf den Weg in die "Eishölle" von Gretesch. Da es an diesem Tag allerdings draußen nicht besonders kalt war, hielt sich die Kälte in der Halle diesmal durchaus zurück. Nicht so aber die Heimmannschaft von der TSG Burg Gretesch, die ihre Aufstiegsambitionen dadurch untermauerte, dass sie in Bestbesetzung antraten.

Die Meller hingegen sahen dieses Spiel notgedrungen ganz locker und wollten einfach nur ein ordentliches Spiel abliefern - und die Gretescher vielleicht ein bisschen ärgern. Ihre zahlenmäßige Überlegenheit nutzen die Gastgeber zu Beginn auch gleich erst einmal aus und setzten sich in der ersten Hälfte des ersten Viertels über 9:1 auf 14:3 schon mal ein ganzes Stück ab. Aber das wollten sich die Meller Spieler so nun doch nicht ganz gefallen lassen. Kai Jaklin und Jörg Drews konnten durch einen 2:9 Lauf den Rückstand auf durchaus erträgliche 4 Punkte nach dem ersten Viertel reduzieren (16:12).

Zu Beginn des zweiten Viertels konnten die Gäste den Rückstand sogar auf drei Punkte verkürzen, als Bernd Regel zunächst alle drei Freiwürfe verwandeln konnte, nachdem er bei einem Dreipunktewurf gefoult wurde und kurz darauf noch einen zweiten Dreier im Korb versenkte. Dann bauten die Hausherren ihren Vorsprung allerdings wieder deutlicher aus, so das es zum Halbzeitpfiff beim Spielstand von 34:24 bereits einen 10 Punkte-Rückstand für die Meller zu verzeichnen gab.

Aber noch war nichts verloren. Obwohl die Gretescher ihren Vorsprung zu Beginn des dritten Viertels noch um vier weitere Punkte ausbauen konnten, gab die zweite Herrenmannschaft des SC Melle 03 noch lange nicht auf. Ein Dreier von Stefan Baar war die Initialzündung, die die Mannschaft nach einem 1:11 Lauf wieder bis auf drei Punkte heran brachte - am Ende des dritten Viertels stand es 40:43. Dieses Viertel hatten die Gäste also klar mit 9:16 für sich entscheiden können.

Zu Beginn des dritten Viertels konnten die Gäste den Rückstand sogar bis auf einen Punkt verkürzen (45:44 nach drei Minuten). Doch dann zeigten die Hausherren wieder ihre harte Gangart - auch die Foulwertung haben sie am Ende des Spiels mit 11:4 begangenen Fouls klar "gewonnen" -, der die Meller an diesem Sonntagmittag nicht mehr genug entgegen zu setzen hatten. Nachdem Sven Krämer sich bei einer Abwehraktion leicht an der Hand verletzt hatte, kam Spielertrainer Detlef Steinmann doch noch zu mehr Minuten, als er eigentlich vorgehabt hatte. So brachte er das Spiel gemeinsam mit dem Meller Team ordentlich zu Ende (63:51).

Die Niederlage geht an diesem Tag völlig in Ordnung; aber die wenigen Meller Spieler haben sich mit gutem Teamplay ordentlich verkauft gegen eine Gretescher Mannschaft mit starken Einzelspielern, die ihr Mannschaftsspiel allerdings noch stark verbessern müssen, wenn sie im Aufstiegsspiel bei der ersten Mannschaft des TC Bad Rothenfelde als Sieger vom Platz gehen wollen.

Mit zwölf Punkten Differenz war dies im Übrigen schon die höchste Niederlage dieser Saison. Und obwohl die Meller bei drei Siegen bereits sieben Niederlagen verbuchen mussten, ist die Gesamtkorbpunktbilanz immer noch positiv, wenn auch mit +3 nur relativ knapp. Das gilt es weiter zu verbessern beim nächsten Heimspiel am übernächsten Wochenende (01.03.2014, 16:30 Uhr in der Sporthalle Haferstraße).

TSG Burg Gretesch - SC Melle 03 II 63:51
16:12 / 18:12 / 9:16 / 20:11

Punkteverteilung:
Regel 20 (3 Dreier), Drews 15, Baar 10 (2), Jaklin 6, Krämer, Steinmann

Sonntag, 9. Februar 2014

Magere Punktausbeute kostet den Sieg


Nach dem "gestohlenen" Sieg in Bad Rothenfelde und dem guten Spiel vor 14 Tagen gegen RW Sutthausen hatte sich die zweite Herrenmannschaft des SC Melle 03 einiges vorgenommen gegen den Tabellenführer der Kreisliga Süd, die erste Mannschaft des TC Bad Rothenfelde. Aber auch die Rothenfelder hatten sich offensichtlich fest vorgenommen, die Punkte aus Melle mitzunehmen, denn sie traten in Bestbesetzung an.

Wie erwartet lief dann das Spiel zunächst auch sehr ausgeglichen. In den ersten Minuten konnte sich keine Mannschaft mit mehr als drei Punkten absetzen. Erst in der achten Minute hatte die Gäste beim Zwischenstand von 9:14 zum ersten Mal einen 5 Punkte Vorsprung. Doch mit einem glatten 8:0 Lauf konnten die Hausherren diesen Rückstand sogar in eine 17:14 Führung umdrehen. Diese Führung konnten die Rothenfelder bis zum Ende des ersten Viertels jedoch wieder ausgleichen (20:20).

Insbesondere im zweiten Viertel zeigte sich dann die Schwäche der Meller an diesem Samstagabend. Der Ball wollte einfach nicht in den Korb fallen und auch die Freiwurfquote war mit knapp 48 % deutlich unter dem Schnitt. Da half auch die wieder einmal sehr gute Verteidigung nicht weiter. Nur 14 Rothenfelder Punkte ließen die Hausherren zu. Eigentlich ein ordentliches Ergebnis, doch leider erzielten sie selbst auch nur 10 Punkte, so dass zur Halbzeitpause ein 30:34 Rückstand an der Anzeigetafel stand. Bis zur 19. Minute führten die Meller sogar noch mit 30:29, ehe sie ärgerlicherweise 5 Punkte einstecken mussten.

Im dritten Vierel ging es dann zunächst so weiter. Die Würfe der Meller wollten einfach nicht in den Korb fallen, während die Gäste in diesem Abschnitt drei ihrer vier Dreipunktewürfe erzielen konnten. So lagen die Hausherren in der 25. Minute mit 35:44 zum ersten Mal mit neuen Punkten zurück. Diesen klaren Rückstand konnten sie aber mit einem 9:1 Zwischenspurt auf einen Punkt verringern (44:45 in der 28. Minute). Doch dann trafen dummerweise fast nur noch die Gäste, so dass am Ende dieses Viertels wieder ein 8 Punkte Rückstand an der Anzeigetafel stand (45:53).

Im letzten Viertel versuchte die zweite Herren des SC Melle 03 noch einmal alles, um das Spiel noch zu drehen. Und bis auf 5 Punkte kamen sie auch wieder heran (50:55 in der 34. Minute). Doch zu mehr reichte es an diesem Abend leider nicht. Am Ende mussten Sie eine 57:65 Niederlage hinnehmen. Zwar hatten sie die Topscorer der Gäste gut im Griff, doch leider konnten die Meller an diesem Spieltag einfach zu wenig eigene Körbe erzielen. Wenn die Wurfausbeute wieder verbessert wird, ist allerdings in den kommenden Spielen noch der ein oder andere Sieg zu erwarten, vielleicht sogar schon am nächsten Spieltag beim Auswärtsspiel in der "Eishölle" der TSG Burg Gretesch ....

SC Melle 03 II - TC Bad Rothenfelde 57:65
20:20 / 10:14 / 15:19 / 12:12

Punkteverteilung:
Regel 18 (2 Dreier), Drews 14, Jaklin 8, Wüstenfeld 5 (1), Erdmann 5, Schäffer 4, Ossenschmidt 3 (1), Baar, Krämer

Samstag, 25. Januar 2014

Das wahre Gesicht der 2. Herren

[Auch zu lesen beim Meller Kreisblatt]

Mit diesem Spiel gegen RW Sutthausen wollten die Meller unbedingt ihren dritten Tabellenplatz festigen. Und da mit Dirk Schleef ein Rückkehrer und mit Jörg Rehsing ein Wiedereinsteiger in der Halle aufliefen, waren die Hausherren vor Spielbeginn auch entsprechend optimistisch. Der Start verlief allerdings nicht besonders glücklich -  nach fünf Minuten lagen die Meller mit 8:11 knapp zurück. Dann konnten sie jedoch einen glatten 12:0 Lauf für sich verbuchen und mit 20:11 eine erste klare Führung herausspielen. Doch ganz so einfach wollten die Gäste das Spiel nicht hergeben und konterten mit einem 0:7 Lauf, so dass nach dem ersten Viertel nur eine knappe 20:18 Führung für die Hausherren heraussprang.

Diesen knappen Rückstand konnten die Gäste bis zur dritten Minute des zweiten Viertels sogar noch egalisieren (24:24). Bis zur siebten Minute fielen dann auch kaum noch Bälle in die Körbe, so dass es zu diesem Zeitpunkt immer noch nur 28:26 für Melle hieß. Doch dann ließen die Hausherren einen zweiten klaren Lauf folgen (11:0), mit dem sie sich bis zur zehnten Minute mit 39:26 wieder klar absetzen konnten. Dieser 13 Punkte Vorsprung blieb dann auch bis zum Halbzeitpfiff erhalten (42:29).

Ging da noch was für die Gäste? Zumindest hatten sie es sich vorgenommen, denn nach dem Wiederanpfiff versuchten sie mit einer Manndeckung, den Rückstand zu verringern. Das ging allerdings gründlich in die Hose. Durch eine griffige Verteidigung und ein konsequentes und schön anzusehenden Angriffsspiel der Meller konnten sie in dieser Phase mit einem 13:2 Lauf klar zeigen, wer an diesem Abend das bessere Team war. Beim Spielstand von 55:31 war das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon so gut wie gelaufen. Bis zum Ende des dritten Viertels verringerte sich der Vorsprung nur unwesentlich (67:45), so dass die Meller das letzte Viertel doch relativ beruhigt angehen konnten.

Die Hausherren machten trotzdem weiter Druck, um nicht durch Unkonzentriertheiten den vermeintlich sicheren Sieg doch noch abzugeben. So wurde weiterhin konsequent verteidigt, so dass sich der ein oder andere Schnellangriff nach einem Steal ergab. Bis zur sechsten Minute des Schlussviertels konnten die Meller so den maximalen Vorsprung von 30 Punkten herausspielen (81:51). Den konnten die Gäste aus Sutthausen dann auch nur noch marginal zum Endstand von 86:60 verkürzen. Dieser Sieg - der auch in dieser Höhe vollkommen verdient war - zeigte, wozu die zweite Herrenmannschaft des SC Melle 03 fähig ist. Spielen die Meller weiter in dieser Besetzung und in dieser Form, dann wird es für jede Mannschaft der Kreisliga Süd schwer gegen sie zu gewinnen.

SC Melle 03 II - RW Sutthausen 86:60
20:18 / 22:11 / 25:16 / 19:15

Punkteverteilung:
Regel 22, Schäffer 21 (2 Dreier), Drews 12, Wüstenfeld 9 (1), Jaklin 8,  Schleef 5, Baar 4, Rehsing 3, Krämer 2

Sonntag, 19. Januar 2014

Dank kuriosem Tabellenbild wieder auf Platz 3

Ein etwas ungewöhnliches Tabellenbild - 2 Mannschaften vorne mit gleicher Punktzahl und 4 Mannschaften hinten, auch mit gleicher Punktzahl - ist durch diverse Spielabsagen zustande gekommen. Ein netter Nebeneffekt für die zweite Herren des SC Melle 03 ist dabei der zwischenzeitliche dritte Tabellenplatz. Den gillt es nun - nach dem Spielausfall von diesem bzw. letzten Wochenende - am kommenden Spieltag beim Heimspiel gegen RW Sutthausen (Samstag 25.01.14, 18:00 Uhr, Sporthalle Haferstraße) zu festigen.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Dritte knappe Niederlage in Folge

Vor dem Spiel mussten die Gastgeber erst einmal verdauen, dass mit Frank "Lümmel" Lührmann ein Stammspieler und auch sonst sehr wichtiges Mitglied der Mannschaft nach dem absichtlichen Foul eines Spielers aus Bad Rothenfelde baim letzten Auswärtsspiel wohl noch länger ausfallen wird. Verbunden mit der Tatsache, dass man sich doch ziemlich um den verdienten Sieges in Bad Rothenfelde gebracht fühlte, war das nicht gerade die beste Voraussetzung für das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten von der TSG Burg Gretesch. Da mit Heiko Schäffer ein weiterer Spieler mit "Blinddarm" kurzfristig ausfiel, konnten die Meller nur sechs Spieler plus Spielertrainer Detlef Steinmann an diesem Abend an den Start bringen.

Aber auch die Gäste waren nur mit sieben Spielern zuzüglich Spielertrainer angereist. Allerdings liefen hier drei neue Spieler auf, die die Meller bisher noch nicht kannten und diese drei trugen - leider - auch entscheidend zum Spielverlauf bei.

Der Spielbeginn verlief sehr vorsichtig auf beiden Seiten. Vermutlich, da beide Mannschaften mit kleiner Besetzung aufgelaufen waren, wollte kein Team zu sehr überreißen. So stand es denn nach drei Minuten immer noch 0:0. Nach anfänglicher Führung durch die Gäste erziehlte Sven Krämer den ersten Korb für die Spieler des SC Melle 03. Allerdings waren auch nach sechs Minuten noch nicht allzuviele Körbe gefallen (6:5). Und auch sonst gab es kaum Unterbrechungen, vermutlich da an diesem Abend nur eine Schiedsrichterin anwesend war. Der Verein, der für die Schiedsrichter verantwortlich war, sah sich nicht in der Lage mehr als einen Schiedsrichter zu diesem Spiel zu schicken. Obwohl die anwesende Schiedsrichterin sichtlich bemüht war, das Spiel zu leiten, war es doch klar zu erkennen, dass das im Seniorenbereich auch in einer Kreisliga eigentlich nicht möglich ist. Auch das trug leider entscheidend zum Spielverlauf bei. Kai Jaklin trug mit zwei Körben im ersten Viertel enscheidend dazu bei, dass die Meller nicht weiter in Rückstand gerieten. Ansonsten passierte bis zum Ende des ersten Abschnitts nicht mehr viel, doch die Gäste konnten eine kleine Führung herausspielen (10:13).

Im zweiten Viertel konnten die Gäste die Führung dann noch weiter ausbauen (14:19 nach vier Minuten), doch die Hausherren konnten dies durch Körbe von Emre Catal und Jörg Drews fast wieder ausgleichen (18:19). Bis zur Halbzeit konnten dann allerdings die Gäste noch mehr Punkte erzielen als die Meller, so dass auch dieses Viertel mit 10:12 verloren ging. Die Verteidigung war bis zu diesem Zeitpunkt schon sehr ordentlich, nur vorne wollten die Bälle leider nicht in den Korb fallen. Beim Halbzeitstand von 20:25 liefen die Meller schon einem 5-Punkte-Rückstand hinterher.

Der erste Korb im dritten Viertel gehörte wieder den Gästen, doch dann versenkte Bernd Regel zwei seiner insgesamt fünf Dreier im Gästekorb, so dass die Hausherren wieder bis auf 26:27 herangekommen waren. Doch dann drehten die drei neuen bei der TSG Burg Gretesch mal richtig auf. Auf einmal gelang den Gästen fast alles und den Mellern fast nichts mehr. Folge war ein katastrophaler und lange nicht mehr dagewesener 0:20 Lauf aus Sicht der Gastgeber. Beim Stand von 26:47 schien das Spiel bereits vollständig gelaufen zu sein. Doch das wollten die Meller sich dann doch nicht so ganz bieten lassen. Mit einem 9:2 Lauf konnten sie den Rückstand wenigstens noch auf 35:49 verkürzen.

Mit einiger Wut im Bauch versuchten die Meller das Spiel noch irgendwie zu drehen. Und im Schlussviertel lief es dann auch vorne wesentlich besser. Stefan Baar konnte in diesem Viertel zwei mal Punkte nach schönem Zug zum Korb erzielen, für die es beiden Male eigentlich noch einen Bonusfreiwurf hätte geben müssen. Aber Freiwürfe gab es an diesem Abend, mangels Schiedsrichterpfiffen so gut wie gar nicht. Ganze zwei Freiwürfe wurden in diesem Spiel den Mellern zugesprochen. Da diese auch beide getroffen wurden, gab es immerhin einmal eine 100 %ige Freiwurfquote. Das letzte Viertel wurde so mit 18:9 klar vom SC Melle 03 gewonnen, so dass die Niederlage mit 53:58 nicht ganz so deutlich ausfiel. Mit den drei neuen Spielern hat sich die TSG Burg Gretesch entscheidend verstärkt und nun ein ganz anderes Gesicht. Im Vergleich zum Spiel der Meller am vergangenen Wochenende in Bad Rothenfelde ist klar festzustellen, dass das stärkste Team in dieser Saison eher das aus Gretesch ist. Mal sehen wie die beiden nächsten Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften ausgehen.

Jetzt heißt es aber für die Meller Spieler über die Weihnachstferien erst einmal regenerieren und dann sehen, welche Spieler für die als nächstes anstehenden Spiele noch aktiviert werden können.

SC Melle 03 II - TSG Burg Gretesch 53:58
10:13/ 10:12 / 15 : 24 / 18:9

Punkteverteilung:
Regel 21 (5 Dreier), Jaklin 10, Drews 8, Baar 6, Catal 4, Krämer 4

Samstag, 30. November 2013

Technisches KO in Bad Rothenfelde



In der Sporthalle am Sportpark in Bad Rothenfelde trafen sich am späten Samstagabend sieben Spieler der ersten Mannschaft des SC Bad Rothenfelde mit sieben Spielern der zweiten Mannschaft des SC Melle 03 (plus Spielertrainer Detlef Steinmann) um ein spannendes Spiel in der sehr ausgeglichenen Kreisliga Süd zu bestreiten. Das erste Spiel dieser Dreierspielrunde in Melle hatten die Rothenfelder bereits gewonnen, so dass die Gäste aus Melle durchaus mit Respekt zum Auswärtsspiel in Bad Rothenfelde antraten.

Entsprechend konzentriert gingen sie dann aber auch auf das Spielfeld. Den Beginn des Spieles könnte man als "respektvoll abtastend" bezeichnen. Größen- und gewichtstechnisch gab es in diesem Spiel mal keine wesentlichen Nachteile für die Meller, so dass sich beide Seiten auf ihr spielerisches Können konzentrieren konnten. Nach fünf Spielminuten im ersten Viertel stand es mit 6:7 noch recht ausgeglichen, doch dann konnten sich die Meller mit einem 2:12 Lauf zum ersten Mal recht deutlich absetzen (8:19 nach acht Minuten) und diesen Vorsprung bis zum Ende des ersten Viertels sogar noch etwas ausbauen (12:25).

Im zweiten Viertel lief es dann zunächst genauso gut weiter für die Gäste aus Melle und so konnten sie nach weiteren 4:9 Punkten ihren Vorsprung bis auf 18 Punkte ausbauen (16:34). Doch das konnten und wollten die Hausherren natürlich nicht so stehen lassen. Immerhin sind sie als einzige Mannschaft der Kreisliga Süd bisher noch ungeschlagen und nur aufgrund von weniger ausgeführten Spielen zurzeit nicht Tabellenführer. Also erhöhten sie die Intensität und hatten nun auch ein wenig das Glück auf ihrer Seite, so dass sie den Rückstand bis zum Halbzeitpfiff nach einem 11:4 Lauf wieder etwas verkürzen konnten (27:38).

Dann kam leider ein Katastrophenviertel. In diesem Abschnitt lief bei den Mellern kaum noch etwas zusammen. Vorne wollten die Bälle nicht in den Korb fallen und die Schiedsrichter pfiffen ungewöhnlich viele Aktionen der Meller als Offensivfoul ab. Dazu kam, dass in der Verteidigung nun ein wenig die Aggressivität fehlte. Dies alles führte dazu, dass das dritte Viertel viel zu deutlich an die Heimmannschaft ging (17:4) und der ganze Vorsprung aufgebraucht war. Aber noch war der Spielstand nahezu ausgeglichen (44:42) und alles war noch möglich.

Das Schlussviertel verlief dann extrem spannend und sehr ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte bis zur letzten Minute mehr als zwei Punkte Vorsprung herausspielen. Doch dann kam es zur spielentscheidenden Situation. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste aus Melle mit zwei Punkten 54:56 als sie aus einer guten Verteidigung heraus zu einer sehr guten Fastbreak-Chance kamen, die nur durch ein unsportliches Foul eines Rothenfelder Spielers gestoppt werden konnte. Also zwei Freiwürfe und Ballbesitz für die Meller, das Spiel schien gelaufen. Auch als der Freiwerfer den ersten Freiwurf daneben warf, war noch alles drin. Doch er hatte sich beim Sturz nach dem Foul doch etwas mehr verletzt und konnte zum zweiten Freiwurf nicht mehr antreten und ließ sich auswechseln. Dafür wurde er vom Heimpublikum wüst beschimpft und bekam nun seinerseits für seine Reaktion gegenüber dem Publikum ein technisches Foul. Mag dieses Foul ja noch berechtigt gewesen sein, so setzten die Schiedsrichter dann noch einen drauf und gaben ihm ein zweites technisches Foul - wofür blieb völlig unklar. So hatten nun auf einmal die Hausherren vier Freiwürfe und Ballbesitz - nach dem noch durch den Einwechselspieler verwandelten zweiten Freiwurf für Melle. Der Zwischenstand war nun 54:57, also drei Punkte Vorsprung für Melle aber vier Freiwürfe für Bad Rothenfelde. Davon konnten die Hausherren aber nur einen verwandeln, so dass die Meller immer noch führten (55:57). Es folgten noch ein Freiwurfpunkt für Melle und ein Feldkorb für Bad Rothenfelde, so dass es sechs Sekunden vor Schluss noch eine Einpunktführung für Melle gab 57:58. Die Gastgeber nahmen nun eine Auszeit, nachdem sie noch einmal in Ballbesitz gekommen waren. Schnell fragten die Meller die Mannschaftsfouls am Anschreibetisch nach. Nur drei Teamfouls, also konnten sich die Meller noch ein Foul leisten, um etwas Zeit von der Uhr zu bekommen. Zu diesem Foul kam es dann auch, aber es war nur noch eine Sekunde zu spielen. Also schien praktisch alles zu Gunsten der Meller gelaufen. Wieder wurde eine Auszeit genommen und in dieser Auszeit merkte der Anschreibetisch auf einmal, dass er sich leider bei den Teamfouls verzählt hatte und es jetzt doch zwei Freiwürfe für Bad Rothenfelde geben musste. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Die beiden Freiwürfe wurden nun leider vom Rothenfelder Spieler verwandelt und die verbleibende Sekunde reichte den Mellern nicht mehr für eine eigene erfolgreiche Aktion.

Der Spielverlauf der letzten Minute hatte deshalb leider einen etwas faden Beigeschmack. Das Spiel war über weite Phasen durchaus sehenswert und spannend, wurde aber am Ende sehr unglücklich durch "technische" Aspekte beeinflusst. Deshalb fühlen sich die Gäste aus Melle zumindest moralisch als Sieger und haben damit gezeigt, dass in der Kreisliga Süd wirklich jeder jeden schlagen kann. Insbesondere das erste Viertel bzw. die ganze erste Halbzeit war überragend und zeigte die spielerische Qualität auf Seiten des SC Melle 03.

Bad Rothenfelde I - SC Melle 03 II 59:58
12:25 / 15:13 / 17 : 4 / 15:16


Punkteverteilung:
Regel 19 (2 Dreier), Jaklin 19 (1), Baar 9 (2), Drews 6, Catal 2, Lührmann 2, Steinmann 1, Krämer

Update: Im Laufe der Woche hat sich herausgestellt, dass der Spieler, der sich beim Freiwurf wegen einer Verletzung auswechseln ließ, ziemlich schwer am Knie verletzt wurde. Die Kniescheibe ist angebrochen und ein Band oder eine Sehne verletzt. Auf jeden Fall muss er erst einmal eine längere Pause einlegen. Die Zuschauer sollten - bei aller verständlichen Unterstützung des eigenen Teams - in einer solchen Situation auch einmal bedenken, dass ein Spieler sich tatsächlich schwerer verletzt haben könnte und sich mit Verbalattacken ein wenig zurück halten - zumal, wenn diese Aktion durch ein absichtliches, unsportliches Foul eines Spielers der Heimmannschaft ausgelöst wurde. Und die Schiedsrichter sollten in ähnlichen Situationen darüber nachdenken, ob es wirklich notwendig ist, einem Spieler, der gerade durch ein unsportliches Foul verletzt wurde und sich - in verständlicher Wut - mit dem Publikum anlegt, gleich zwei technische Fouls zu geben.....

Von hier aus: Gute Besserung Frank!